Stolberg bietet eigentlich viel zu viel für einen kurzen Aufenthalt, aber man kann und sollte dafür wieder kommen und so nach und nach die ganze Schönheit der Stadt und seiner Umgebung entdecken.
Und zu entdecken gibt es einiges:
Die Stadt ist umgeben von Wanderwegen, den Unteren und den Oberen Bandwegen.Der Obere ist auf der Ostseite der Stadt fast schon ein Waldweg und gibt nur wenige Blicke auf den Ort frei. Der westliche Obere Bandweg bietet die Postkartenblicke auf die Stadt mit dem Höhepunkt, der Lutherbuche.
Ob Luther jemals an diesem Baum stand, ist historisch nicht belegt, doch wen stört es, bei dieser schönen Geschichte, wo Luther die Stadt mit einem Vogel verglichen hat. Luther war in Stolberg und hat in St. Martini gepredigt, bestimmt ist er auch spazieren gegangen und vielleicht war er wirklich an der Lutherbuche und hat den Vergleich angestellt.
Früh am Morgen hinauf zur Lutherbuche zu gehen ist zwar anstrengend, jedoch ein unvergessliches Erlebnis, wenn die Sonne langsam die Stadt in ein goldenes Licht taucht.
Die gesamten Unteren Bandwege sind auch sehr empfehlenswert, da man aller 10 Meter neue Einblicke in die Stadt und manche Hinterhöfe und Gärten erhält.
Der Standardspaziergang bis vor 20 Jahren, war der Weg hinauf zum Schloss und dann die Hirschallee entlang zum Hirschdenkmal. Das Schloss war aber ab kurz nach der Wende 1989 leider abgeschlossen.
Heute ist er etwas in Vergessenheit geraten, jedoch immer noch eine Empfehlung in Verbindung mit einem Schlossbesuch und dem Weg auf die Schlossterrasse.
Oben am Schloss hat FRIWI, das Stolberger Café in der Niedergasse, von Frühling bis Herbst ein weiteres Café mit leckeren Kuchenangeboten geöffnet. Also ein Weg mit einem verlockenden Ziel.
Die Wanderung hinauf zum Kreuz gehört ebenso zum Standardrepertoire eines Stolbergbesuchs.
Ca. 5 km lang ist die Strecke, die alte Auerbergstraße hinauf bis zum Gipfel. Doch Sie wandern auf historischen Pfaden, Es war die alte Poststrecke hinauf in den Harz und selbst Heinrich Heine war nicht erfreut auf seiner Harzreise die Kutsche verlassen zu müssen, um den Berg hinauf zu kommen.
Doch der Aufstieg lohnt sich, selbst bis hinauf zur Kreuzspitze und wird mit einem fantastischen Ausblick über den gesamten Harz belohnt (so es der Wettergott will).
Unten am Turm bietet das Bergstüb,l der Hohmanns alles was das Wanderherz begehrt. Ausgezeichnete Hausmannsküche und mit etwas Glück Musik von der Steirischen, welche der Wirt und sein Enkel als Hobby spielen.
Auf dem Weg zum Kreuz passieren Sie am Ortsausgang von Stolberg den Friedhof. Die dortige alte Bergmannskapelle hat der Maler Ludwig Richter für eines seiner Bilder als Motiv gewählt.
Links und rechts der alten Auerbergstraße ist altes Bergbaurevier, alt im Sinne von richtig alt, denn Stolberg war im Mittelalter geprägt vom Bergbau und viele Zeugen dieser Geschichte zeigen sich versteckt noch heute in der Stadt und an den Wanderwegen auf.
Bis zum Fuß des Auerberges können Sie auch mit dem Auto fahren, dann sind es nur noch 15 Fußminuten hinauf zum Kreuz. Sie verpassen dabei jedoch die „Leiden“ ehemaliger Postkutschenfahrer.
Sie sehen 3 Tipps für 2 Tage und es gibt noch viel mehr zu entdecken.
Spazieren Sie durch Stolberg und seine Umgebung in den frühen Morgenstunden kurz nach Sonnenaufgang, dann gehört Stolberg fast nur Ihnen allein, Wellness für die Augen, das Gemüt und die Seele.